Treppenlift Kostenübernahme durch die Berufsgenossenschaft

von Nicolas Kopp
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Ist die Mobilitätseinschränkung die Folge eines Arbeits- oder Wegeunfalls oder einer Berufskrankheit, übernimmt die Berufsgenossenschaft die Kosten für den Treppenlift bis zu 100 Prozent. Das Ziel der Maßnahme ist die möglichst uneingeschränkte Teilhabe am sozialen Leben und, abhängig von der aktuellen Situation, am beruflichen Leben.

Erleiden Sie als Soldat durch Unfall oder Krankheit eine Mobilitätseinschränkung, die Sie am normalen Begehen der Treppe hindert, übernimmt die Landesfürsorgestelle die anfallenden Kosten zur Gänze oder zumindest zu einem großen Teil.


Kostenübernahme beantragen

Resultiert aus einem Arbeits- oder Wegeunfall oder einer Berufskrankheit eine schwere Einschränkung Ihrer Mobilität, unterstützen Sie abhängig vom Auslöser die Unfallkasse oder die Berufsgenossenschaft. Umfangreiche Informationen zur Kostenübernahme und zu allen Unterstützungen finden Sie auf den Seiten der Deutschen gesetzlichen Unfallkassen.

Die gesetzlichen Unfallskassen oder die Berufsgenossenschaften übernehmen die Kosten für einen Treppenlift in bestimmten Fällen vollständig oder teilweise.

Ist eine Berufserkrankung Verursacher der Mobilitätseinschränkung, stellen Sie Ihren Antrag an die Berufsgenossenschaft.

Im Normalfall erhalten Sie bereits während der Rehabilitationsphase ein umfangreiches Informationsangebot über die verfügbaren Zuschüsse und Kostenübernahmen für Hilfs- und Heilmittel.


Haftpflichtversicherung übernimmt Kosten

Eine besondere Situation ist die Einschränkung der Mobilität durch das schuldhafte Verhalten einer dritten Person. In diesem Fall erstattet die Haftpflichtversicherung des Verursachers die Kosten zu 100 Prozent.

Beteiligung durch Dritte

Bei Arbeits- und Wegeunfällen übernimmt immer die Berufsgenossenschaft die anfallenden Kosten für den Treppen- oder Plattformlifter. Erleiden Sie in Ihrer Freizeit durch das Verhalten einer anderen Person einen Unfall mit nachfolgender Einschränkung Ihrer Mobilität, übernimmt die gegnerische Haftpflichtversicherung die für den Lifter anfallenden Kosten zu 100 Prozent. Daher ist es in jeder Unfallsituation wichtig, dass Sie sich so schnell wie möglich an die gegnerische Haftpflichtversicherung wenden und sie über den Unfall informieren. Dies gilt für Verkehrsunfälle gleichermaßen wie für Freizeitunfälle ohne Beteiligung eines Kraftfahrzeugs oder Fahrrads.

Antrag bei der gegnerischen Haftpflichtversicherung

Die Kostenerstattung über die Haftpflichtversicherung einer dritten Person erfolgt mittels Antrag beim Versicherer. In diesem Fall prüft die Versicherung die Situation eingehend und fordert verschiedene Unterlagen ein. Um welche Dokumente es sich im Detail handelt, teilt Ihnen die gegnerische Haftpflichtversicherung mit.


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