Homelifte und Senkrechtlifte

von Nicolas Kopp
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Immer mehr Menschen entscheiden sich für einen Senkrechtlift als komfortable und zugleich zweckmäßige Alternative zum Treppenlift. Vor allem im mehrstöckigen Eigenheim erleichtert er es Ihnen, sich unbeschwert zwischen den einzelnen Etagen zu bewegen. Ein besonderer Vorteil: Der Homelift befördert nicht nur Personen, sondern eignet sich genauso für den Transport von Lasten.


Unterschied Senkrechtlift und Treppenlifter

Treppenlifter befördern Sie sitzend oder auf einer Plattform stehend entlang einer an der Treppe montierten Führungsschiene. Ein Homelift ist unabhängig von Treppen und funktioniert nach dem Prinzip eines normalen Personenaufzugs. Allerdings ist seine Technik und seine Größe an die Bedürfnisse privater Haushalte angepasst.

Ein weiterer Unterschied sind die für Personenaufzüge gültigen Aufzugrichtlinien, die abhängig von der genauen Konstruktion auch auf den Homelift Einfluss nehmen. Abhängig von der genauen Bauart fällt er unter Umständen unter die Normen, Gesetze und Richtlinien für Aufzüge. Diese wirken sich für den Homelift-Eigentümer jedoch nur hinsichtlich vorgeschriebener Wartungs- und Serviceintervalle aus. Ob diese Richtlinien für das von Ihnen ausgewählte Modell zutreffen, erfahren Sie von Ihrem Fachberater. Alternativ finden Sie hier alle relevanten Informationen.

Ein Homelift bietet zahlreiche Vorteile:

  • Geringer Raumbedarf und die Treppe bleibt frei.
  • Unabhängig vom Treppenverlauf.
  • Über mehrere Etagen vom Keller bis ins Dachgeschoss.
  • Bis zu zehn Haltestellen problemlos möglich.
  • Transportiert Personen und Lasten.
  • Für Einzelpersonen oder für mehrere Personen erhältlich.
  • Integriert sich durch verschiedenste Designs exakt ins Wohnumfeld.
  • Höherer Komfort beim Ein- und Aussteigen.

Allerdings hat der Homelift noch einen weiteren positiven Aspekt. Denn viele Menschen, die sich im Prinzip fit und gesund fühlen, erinnert der Treppenlift kontinuierlich an die eigene Bewegungs-Einschränkung. Dieser vielen unangenehme psychologische Effekt ist beim Homelift nicht vorhanden. Immerhin integriert sich die elegante Beförderungsmöglichkeit perfekt in das vorhandene Ambiente.


Flexible Lösung bei geringem Raumbedarf

Der Homelift ist in unterschiedlichsten Varianten verfügbar. So bieten die Anbieter Senkrechtlifte für nur eine Person an oder Produkte, die bis zu drei Personen gleichzeitig oder einen Rollstuhlfahrer befördern. Dabei beansprucht der Homelift nur sehr wenig Raum, um zwei Etagen miteinander zu verbinden. Die durchschnittliche Stellfläche liegt zwischen 0,8 m2 und 1,5 m2. Eine Fläche, die in der Regel in jeder Immobilie frei verfügbar ist. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Design. Die verschiedenen Modelle sind meist so gestaltet, dass sich das in das vorhandene Wohnumfeld integrieren und damit zu einem harmonischen Teil des Raumes werden.

Wo Sie den Senkrechtlift schlussendlich genau einbauen, ist eine Frage der örtlichen Gegebenheiten und individuellen Vorlieben. Oft wird der Lifter unmittelbar und frei stehend neben der Treppe installiert. Genauso ist der Einbau in eine kaum genutzte Abstellkammer oder in einen eigens dafür angelegten Schacht möglich. Diesbezüglich bieten die Anbieter eine Vielfalt individueller Lösungen. Senkrechtlifte verfügen über eine selbsttragende Konstruktion und die Steuerungs- und Antriebstechnik ist in das Kabinendach integriert. Dadurch ist weder ein Aufzugschacht noch ein Technikraum erforderlich.


Bauliche Voraussetzungen für den Homelift

Die Installation von Senkrechtliften erfordert einen Durchgang von oben nach unten. Durch den geringen Raumbedarf passt der Lifter oft in das bereits vorhandene Treppenauge. Spezielle Baumaßnahmen, mit Ausnahme einer Ausstiegsmöglichkeit in der oberen Etage, sind in dieser Situation nicht erforderlich. Dies gilt ebenfalls für nach oben offene Räume mit einer Galerie. Nur wenn der Lift durch die aktuell geschlossene Decke geführt werden muss, ist ein entsprechender Durchbruch nötig. Allerdings handelt es sich auch hier um eine Baumaßnahme, die sich problemos durchführen lässt und dabei die Bausubstanz schont.

Der Großteil der Senkrechtlifte unterliegt hinsichtlich des Einbaus nur wenigen baurechtlichen Vorgaben. Eine Ausnahme bilden Homelifte, die einen Deckendurchbruch erfordern. Hier kann es sein, dass der Einbau eines Senkrechtlifts den in der Landesbauordnung vorgegebenen Verordnungen unterliegt.


Vor der Kaufentscheidung umfassend informieren

Informieren Sie sich unbedingt ausführlich, bevor Sie sich für einen Anbieter oder ein bestimmtes Modell entscheiden. Im Idealfall nutzen Sie dafür einen Preisvergleich.

Je mehr Vergleiche Sie nutzen, umso besser ist Ihr Überblick über die aktuellen Preise und Ausstattungsmerkmale. Zusätzlich erhalten Sie wichtige Infos zu den verschiedensten Modellen und lernen bereits in dieser Phase der Entscheidungsfindung Ihre individuellen Möglichkeiten für den Einbau eines Homelifts kennen.


Homelift Kosten

Bei den Kosten für einen Homelift muss man berücksichtigen, dass durch den Einbau in der Regel aufwändige Umbaumaßnahmen vermieden werden und man dafür auf der anderen Seite ein barrierefreies Zuhause erhält. Dementsprechend sind auch die Einbaukosten für einen Homelift zu bewerten, die sich zwischen 25.000,- und 30.000,- Euro bewegen (inklusive Lift). Falls Sie sich für einen Homelift entscheiden, sollten Sie darauf achten, dass Leistungen wie Beratung, Lieferung, Montag, Einweisung und Übergabe sowie ein gut erreichbarer Kundenservice und eine möglichst lange Garantie inklusive sind. Für einen Homelift spricht auch, dass er mit nicht nur einen bequemen Zugang zu den Etagen eines Hauses ermöglicht, sondern auch die Immobilie vom ersten Tag an aufwertet.


Welche Zuschüsse gibt es für einen Homelift?

Für einen Homelift kommen im Prinzip dieselben Zuschussmöglichkeiten infrage, wie für einen Treppenlift. Auch bei einem Homelift können Sie daher bei der Pflegeversicherung einen Zuschuss beantragen. Dieser Pflegekostenzuschuss wird möglich, wenn Sie einen Pflegegrad erhalten haben. Mit einem vorliegenden Pflegegrad können Sie einen entsprechenden Antrag bei der Pflegekasse stellen. Bis zu 4.000 Euro Pflegekostenzuschuss sind dann möglich. Da der Homelift grundsätzlich für Barrierefreiheit in einem Haus sorgt, können Sie auch von der Kreditanstalt für Wiederaufbau oder kurz KfW einen Zuschuss beantragen. Dafür hält die KfW unterschiedliche Fördertöpfe bereit: Unter dem Programm "Investitionszuschuss für altersgerechtes Umbauen ( 455-B)" fällt die Förderung eines Homelift-Einbaus.


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